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Pressemitteilung

Dicke Luft - kein Aprilscherz!

Der Donaumoos-Zweckverband hat die letzten 25 Jahre so gut wie nichts erreicht. Der Einfluss der Kartoffelbauern ist im Moos sehr groß. Niemand will sich mit ihnen anlegen. Auch die Grünen nicht. Der BUND agiert auch sehr vorsichtig. Zum Glück konnte verhindert werden, dass die IG "Unser Donaumoos" im Donaumoos-Zweckverband aufgenommen wurde. Versucht hatten sie es. Klare Kante zeigt nur die IG-Schorner Röste und deren Sprecher Holger Geißel.

Gewitterwolken ziehen auf

Um das Donaumoos zu schützen braucht es die Kooperation mit den Landwirten. Doch die scheint nicht recht zu klappen.

Für die dicke Luft beim Donaumoos-Zweckverband ist der Vorsitzende der IG "Unser Donaumoos", Gerhard Dittenhauser, absolut alleine verantwortlich. Wer sich derart sprachlich und inhaltlich abfällig über die Fachbehörden im Fachbeirat des Donaumooszweckverbandes und das Team Donaumoos bei einer Werbetour um die Mitgliedschaft der Gemeinde Karlshuld äußert, muss erklären, wie er sich eine fundierte, auf Vertrauen gestützte Zusammenarbeit in Zukunft vorstellt. Den Experten zu unterstellen, sie hätten keine Ahnung über die unterschiedlichen Moorböden im Donaumoos,  ist an Arroganz kaum noch zu überbieten.
 
Besonders geschickt war es auch nicht vom Chef des Zweckverbandes, dem Landrat Peter von der Grün, die aufkommende Diskussion abzuwürgen. Ein reinigendes Gewitter hätte hier nicht geschadet. Doch zurück zum Herbst 2020. Der Freistaat Bayern hatte extra auf einen offenen Brief des Landrats an die Staatskanzlei eine besondere Mittelanforderung geschrieben. Das veranlasste Ministerpräsident Söder im Mai 2021 mit einem enormen Förderangebot von 200 Millionen Euro für den Moorschutz in Langenmosen aufzuwarten. Zusätzlich stellte der Freistaat das Team Donaumoos mit Fachleuten aller relevanter Ämter zur Verfügung, um die Umsetzung des Staatsziels Klimaschutz durch Moorschutz, mit Einschluss der Landwirte zu erreichen. Bis 2030 sollten wenigstens 2.000 Hektar von noch 12.000 Hektor Moorboden renaturiert werden. Schon vergessen?
 
Niemand will den Moosbauern verwehren, weiter im Donaumoos zu leben, dass aber die Entwässerung und intensive Nutzung des Moorbodens nicht nur die eigene Wirtschaftsgrundlage zerstört, ist doch längst bekannt und eine "Praxiserfahrung", die nicht zu leugnen ist. Es ist auch nicht nur die Tonart, die eine Zusammenarbeit im Fachbeirat und mit dem Team Donaumoos den Zweckverband belastet. Ebenso ist es eine Frage der Akzeptanz um die physikalische Tatsache, Ackernutzung führt zur Auflösung des Moorbodens und was die Bauern auch gerne übersehen, es wird eine gigantische Menge an Klimagasen freigesetzt. Deshalb war die Frage von Veronika Feichtinger als Vertreterin der Regierung von Oberbayern und Fachfrau im Fachbeirat des Donaumoos-Zweckverbandes in der Verbandsversammlung mehr als berechtigt.
 

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