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Pressemitteilung

Digitale Medien schaden mehr, als sie nutzen

Entgegen wissenschaftlicher Erkenntnisse will die neue Koalition die Digitalisierung an Schulen weiter vorantreiben. Holger Geißel, der Vorsitzende des ÖDP-Kreisverbands Neuburg-Schrobenhausen, verweist in seiner Stellungnahme auf Länder, die da schon deutlich weiter sind.

Bunte Bücher liegen aufeinandergestapelt

Der Nutzen digitaler Medien beim Lernen ist kaum nachweisbar.

"Das Kind liegt nun leider bereits im Brunnen". Schadensbegrenzung ist jetzt angesagt. Der Start der Smartphones im Jahr 2007 war eine Zeitenwende. Kinder sind oft permanent online. Fachverbände ziehen Bilanz: Die psychosozialen und gesundheitlichen Schäden haben epidemische Ausmaße angenommen. Dabei ist der angebliche Nutzen digitaler Medien für das Lernen als nicht evidenzbasiert widerlegt. Neben Dänemark hat nun Österreich ein generelles Verbot von Mobilfunkgeräten in Schulen ausgesprochen. Richtig so.
 
In Dänemark entschuldigte sich der sozialdemokratische Bildungsminister Mattias Tesfaye, man habe mit der Digitalisierung den Kindern massiv geschadet. Man habe sie zu "Versuchskaninchen in einem digitalen Experiment" gemacht, "dessen Ausmaß und Folgen wir nicht überblicken können". In Schweden führte ein Gutachten der Karolinska-Universität dazu, dass die Digitalisierung bis in die Grundschulen rückgängig gemacht wurde. In Finnland, den Niederlanden, Frankreich und China werden ähnliche Konsequenzen gezogen. In den USA intervenierte der Chef der obersten Gesundheitsbehörde mit einem Gutachten zur Gefährdung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen durch digitale Medien.
 
Nur in Deutschand soll - fernab pädagogischer Erkenntnisse - aber noch mehr digitalisiert werden. Dazu meist noch unverkabelt mit gesundheitsgefährdender Bestrahlung der Klassenzimmer. Können wir als Land uns wirklich leisten, die Gehirnreife und psychische Gesundheit unserer Kinder den Geschäftsinteressen der Digitalkonzerne zu opfern, denen jede Minute am Smartphone Werbeeinnahmen bringt und die deshalb schon Kinder in der KiTa süchtig nach ihren Geräten machen?

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