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Pressemitteilung

Worum geht es den Landwirten der IG "Unser Donaumoos" wirklich?

Kartoffelbauern der Region haben sich zur IG "Unser Donaumoos" zusammengeschlossen und bringen sich im Fachbeirat des Donaumoos-Zweckverbands des Freistaats Bayern ein. Ziel des Zweckverbands ist die Wiedervernässung eines kleinen Teils des Moores. Die Vertretung der Kartoffelbauern scheint mit diesen Plänen nicht einverstanden und kritisierte den Fachbeirat öffentlich. Holger Geißel, Vorsitzender des ÖDP-Kreisverbands bezieht in seinem Leserbrief Stellung.

frisch geerntete Kartoffeln lieben auf dunklem Ackerboden

Betrifft nur eine Teilfläche des Donaumoos: Kartoffelanbau aufgeben zugunsten Wiedervernässung und Moorschutz. Denn beides gleichzeitig geht nicht.

Welchen Zweck verfolgt die IG "Unser Donaumoos" mit ihrem Zusammenschluss der Kartoffelbauern im größten Niedermoor Süddeutschlands? Mitglied im Donaumoos-Zweckverband ist sie zwar nicht, aber im angegliederten Fachbeirat ergibt sich für diese IG  die Möglichkeit, ihre Expertise einzubringen. Das im Zeitungsartikel erwähnte Team Donaumoos ist dagegen eine neue Einrichtung des Freistaats Bayern. Beauftragt von der bayerischen Staatsregierung sollen deren Vorgaben vom Mai 2021 umgesetzt werden. Das heißt im Klartext: Renaturierung von etwa 2.000 Hektar Moorfläche, wobei der Zweckverband nach moorverträglichen, nassen, extensiven Nutzungen suchen soll. Dafür sind, allseits bekannt, 200 Millionen Euro bis zum Jahr 2030 ausgelobt worden.
 
Nun kommt Veronika Feichtinger als Vertreterin der Regierung von Oberbayern im Fachbeirat ins Spiel. Ihre Frage an die IG "Unser Donaumoos" ist mehr als berechtigt, wie denn eine konstruktive, fachliche Zusammenarbeit künftig aussehen soll. Anlass dieser Frage waren diskreditierende Aussagen des Vorsitzenden Gerhard Dittenhauser im Rathaus Karlshuld gegenüber den Vertretern der Fachbehörden im Fachbeirat und der Wissenschaft, die sich angeblich mit den unterschiedlichen Moorböden nicht auskennen würden.
 
Aber worum geht es den Landwirten der IG "Unser Donaumoos" wirklich? Doch wohl alleine um die Weiterführung einer entwässerungsbasierten Ackernutzung, obwohl die Landesanstalt für Landwirtschaft mehrmals öffentlich die Endlichkeit dieser intensiven Nutzung angedeutet hat. Besagte Ackernutzung hat weder mit Moor- oder Klimaschutz, noch mit der Erhaltung des Donaumooses zu tun. Das weiß auch Dittenhauser. Diese Tatsache wurde seit der Erarbeitung des Entwicklungskonzepts vor 25 Jahren physikalisch belegt, vielfach diskutiert und gilt als unstrittig.
 
Der Freistaat Bayern will mit dieser überraschend hohen Förderung Moor- und Klimaschutz umsetzen. Wenigstens 2.000 Hektar von insgesamt 12.000 Hektar echter Moorschutz soll realisiert werden. Bisher leider Fehlanzeige. Sollte der Schutz des Moorkörpers nicht Kernaufgabe des Donaumoos-Zweckverbandes, seinem Fachbeirat und dem vor gut drei Jahren geschaffenen Team Donaumoos sein? Der Fachfrau Feichtinger gebührt Anerkennung für ihre Frage im öffentlichen Teil der Verbandsversammlung.
 

 

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